Jahreshauptversammlung

Im „Spitzbubenstadel“ fand die Hauptversammlung 2006 des Obst- und Gartenbauvereins Steinheim statt. Zahlreiche Mitglieder konnte der erste Vorsitzende Kurt Elsenhans dazu begrüßen.

Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Hauptversammlung durch die Schriftführerin Inge Beck folgte der Rückblick des 1. Vorsitzenden auf die zahlreichen Veranstaltungen, welche im Jahr 2005 durchgeführt wurden, und zwar mehrere Vorträge und gesellige Veranstaltungen, Schnittunterweisungen an Obstgehölzen und Ziersträuchern, wieder eine Säuberungsaktion entlang der Bartholomäer Straße sowie Baumpflegemaßnahmen an den dortigen Bäumen, Blumenschmuckbewertung, Besuch eines Obstbaubetriebes mit biologischer Wirtschaftsweise in Stuttgart-Mühlhausen und in diesem Zusammenhang ein Informations- und Ausspracheabend zum Thema „Ökologischer Obstanbau“, Gestaltung eines Nachmittags im Rahmen des Ferienprogrammes der Vereine für Kinder sowie die Herbstfeier mit Ehrungen. Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme am Herbstmarkt des Kreisverbandes im Schloss in Brenz mit einer Ausstellung über Garten- und Küchenkräuter. Des Weiteren konnte er die erfreuliche Mitteilung machen, dass im letzten Jahr zwei neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind und dass zur Zeit zwei Personen vom Verein einen Fachwartlehrgang besuchen.

Es folgte der Kassenbericht von Ruth Gräßle, der von den Kassenprüfern Paul Maier und Gertrud Birkhold für in Ordnung befunden wurde, so dass die Entlastung einstimmig erfolgte. Aufgrund der finanziellen Situation ist es leider unumgänglich, den Beitrag anzupassen. Daher wurde die Erhöhung des Beitrages auf 10 EUR einstimmig beschlossen.

Das Jahresprogramm wurde vom 1. Vorsitzenden vorgestellt. Es enthält wieder vielfältige fachliche und gesellige Veranstaltungen und fand die einstimmige Zustimmung der Versammlung.

Fachwart Hans Maier erinnerte an die extremen Wetterverhältnisse im vergangenen Jahr, welches ab Mitte Februar starke Schneefälle brachte, der dann teilweise bis Anfang April liegen blieb, so dass der Winterschnitt im Obstbau, sofern er nicht schon Anfang Januar erfolgt war, erst spät durchgeführt werden konnte. Im Mai, zur Zeit der Zwetschgenblüte, gab es sehr warme Tage und anschließend mehrere Nächte mit Bodenfrost, so dass es beim Steinobst fast einen Totalausfall gab. Die Apfelblüte war gut und dauerte sehr lange, jedoch zum Teil bei Regen und Wind, so dass die Ernte sehr unterschiedlich ausfiel, bedingt nach Lage, Sorten und auch Pflege des Bestandes. Durch die widrigen Witterungsverhältnisse sind teilweise auch Schorf, Mehltau und Monilia stark aufgetreten, teilweise auch starker Befall durch den Frostspanner und später auch vermehrtes Auftreten des Apfelwicklers. Durch die unüblichen starken Niederschläge in der zweiten Augusthälfte haben die Apfelbäume im Herbst nochmals nachgetrieben und zum Teil geblüht. Die Triebe haben dadurch teilweise nicht abgeschlossen. Im Herbst gab es sehr sonniges Wetter, was dem Obst sehr gut tat. Die Niederschlagsmenge lag nur bei 75 % des Normalen. Weiter berichtete er über die durchgeführten Schnitt-, Dünge- und Pflegemaßnahmen auf dem Vereinsgrundstück, so dass sich dieses in einem guten, gepflegten Zustand befindet. Der Behang konnte als gut bezeichnet werden, was auch bei der Behangbesichtigung zu beobachten war. Bei den verschiedenen Sorten war er allerdings sehr unterschiedlich. Dies bestätigte auch Georg Munk, der das Obst geerntet und den Verkauf abgewickelt hat.

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